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Hausmitteilung zur Ausgabe Nr 2 -2011 (Juli 2011) Die Auslieferung der Frühlings- Druck-Ausgaben Nr. 1- 2011 von DAS GROSSE LEBEN-Nachrichten und DAS GROSSE LEBEN-Magazin kreuzten sich mit den Ereignissen Tsunami/AKW-Unfall in Japan, so dass wir in diesen Ausgaben nicht darauf reagieren konnten. Wir stellten deshalb im Frühling 2011 aus Aktualitätsgründen öffentlich wichtige Informationen zum Thema auf unsere Web-Seite. Die Informationen wurden und werden nach Erforderniss aktualisiert. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass bei der Vielzahl der Anfragen und der Komplexität des Themas tel. Auskünfte für uns zu diesem Thema kaum möglich sind. Wir stehen weltweit mit vielen Institutionen und Zentren in Kontakt, um Sie stets auf dem Laufenden zu halten und werden die wichtigen Informationen im Internet und den folgenden Druckausgaben aktuell halten. Hintergrundinformationen mit Landkarten und Herkunftsorten der aus Japan stammenden exportierten Produkte haben wir im Mitgliedsbereich unserer Webseite eingestellt. Weitere Details zum Thema sowie auch Fragen, die uns schriftlich von Seiten der Leserschaft erreichen, beantworten wir dort ebenso und ggf. auch in den folgenden Druckausgaben von DAS GROSSE LEBEN-Nachrichten und DAS GROSSE LEBEN-Magazin. Die Redaktion Stand: Juli 2011 (Folge-Bericht: siehe Magazin-Ausgabe Nr. 3/4-2011 und Japan-Produkte Die Versorgungmöglichkeit mit fast allen Naturkost-Produkten aus Japan ist nach wie vor in einwandfreier Qualität gegeben, sowohl aus Japan selbst wie auch aus vielen anderen Ländern, - falls Alternativen gesucht werden. Das ist das Resumee unserer Recherchen. Zunächst eine Anmerkung vorneweg: die aus Japan bekannten Naturkostprodukte wie Miso, Shoyu, Umeboshi, Meeresalgen & Co. sind durch die Makrobiotik in den letzten 60 Jahren weltweit bekannt geworden. Mehr noch, nach anfänglicher Verbreitung in bestimmten Ernährungsformen, haben sie mittlerweile zu fast allen Lebensstilen Zugang gefunden. Die makrobiotische Lebensweise setzt die Verwendung dieser Produkte nicht zwingend voraus. In der Makrobiotik geht es um Gleichgewicht in der Ernährung und das ist selbstverständlich auch ohne diese Produkte möglich. Wer jedoch einmal die phänomenale gesundheitliche und gefühlsmässige wohltuende Wirkung dieser Produkte kennengelernt hat – egal in welcher Eßrichtung – mag sie nicht mehr missen. Ein Verlust der Versorgung mit hochqualitativen Produkten aufgrund der kürzlichen Ereignisse in Japan droht uns jedoch nicht, aus mehreren Gründen, die wir im nachfolgenden Artikel beschreiben. Mehr noch: die derzeitigen Japan-Probleme werden zu einem Internationalisierungssprung dieser Produkte beitragen und die weltweite Versorgung gegen ähnliche Bedrohungen in der Zukunft schützen. Fukushima und die mittelfristigen Folgen Ein explosiver Super- Gau im japanischen Atomkraftwerk Fukushima scheint abgewendet, wenn auch bei den Arbeiten vor Ort immer noch viel improvisiert wird. Die Japaner haben es geschafft, unter Gefährdung ihrer Gesundheit, eine große Explosion zu vermeiden, welche radioaktive Partikel weltweit verteilt hätte. Noch wenige Monate, so offizielle japanische Quellen, dann sei die Lage im Griff und dann sollen Dekontaminationen und Konservierungsmaßnahmen vor Ort eingeleitet werden. Ob es ein Sarkophag werden soll wie in Tschernobyl oder eine andere „Verschlusstechnik“ sei dann noch eine Frage der Gutachter und Planer. Hoffen wir, dass die Lage weiter stabilisiert und begrenzt werden kann. Wir gehen allerdings eher von einer längerfristigen "Aufräumarbeit" bis nächstes Jahr aus, da bisher noch nicht absehbar ist, wie mit den geschmolzenen Kernbrennstäben umgegangen werden kann. Ungeachtet dessen sind Strahlenexpositionen der nahen Umwelt in erhöhtem Maße und eventuelle bereits geschehene weiträumigere Belastungen mit radioaktivem Staub hier und dort, je nach Wind- und Wetterlage, vorhanden. Auch verändern Klima- und Wetter die Strahlungsbelastung- und Verteilung in der Umwelt von Fukushima und Japan auch in näherer Zukunft. Die Bewohner der 20 km- Evakuierungszone verloren ihre gesamte Habe und ihr Zuhause, ihnen blieb das „nackte“ Leben. Die Japaner sind Naturkatastrophen gewöhnt und leben mit einer Einstellung, dass der Tod sie schnell ereilen kann. Jedoch waren dies alles „handgreifliche“ Ereignisse in der Vergangenheit, die diese Erfahrung prägten, und kein „unsichtbarer Feind“ wie die Radioaktivität. Sicherlich, man hatte die Erfahrungen von Hiroshima und Nagasaki mit den Atombombenabwürfen 1945 gemacht, aber das war lange her und betraf nur noch die ganz Alten. Die jetzige moderne Generation hatte das meist verdrängt und lebte in einem leichtsinnigen Technik-und Fortschrittsglauben und hatte damit wirtschaftlich auch großen Erfolg. Nach dem Unglück von Fukushima setzt – was die Atomkraft betrifft - in Japan ein allmählicher Umdenkungsprozess ein. Dieser wird vermutlich noch verstärkt werden, wenn gesundheitliche Folgen für die“ Notfall-Arbeiter“ in Fukushima bekannt werden. Auch in Japan gilt – ähnlich wie seinerzeit in Tschernobyl: bei einem Gau gibt es keine realistischen Notfallpläne. Die atomaren Bedrohungen müssen mit „manpower“ bekämpft werden. In Tschernobyl wurden 1986 per Einsatzbefehl (die UdSSR existierte noch) 800.000 Menschen in die Strahlung geschickt, um „aufzuräumen“. Diese wußten nicht, wie groß die Gefahr für ihre Gesundheit war und verrichteten ihre Arbeit unter primitivsten bis gar keinen Schutzmaßnahmen.… In Fukushima sind die Arbeiter nicht ohne Ängste, aber gewisse japanische Tugenden wie Pflichtbewußtsein, soziale und nationale Solidarität und Opferbereitschaft wie auch die ganz „einfache“ Sorge um den Arbeitsplatz und die Versorgung ihrer Familie motivieren auch dort die Menschen zum gefährlichen Einsatz am Atomkraftwerk. In Deutschland wären bei einem vergleichbaren Szenario, wie Untersuchungen enthüllt haben, keine derartige Unwissenheit wie in Tschernobyl oder ein Pflichtbewußtsein wie in Japan vorhanden. Die Menschen würden sich wohl eher vom Kraftwerk fortbewegen statt darauf zu. Sogar die Notfallzuständigkeiten sind eine Farce und in der Praxis nicht funktionabel. Nicht umsonst sind die deutschen Risikoplanungen für Kernkraftunfälle geheim. Die Verdrängung der Gefahren der Kernkraft in Japan zeigt sich z.B. auch darin, dass Japaner kürzlich in Deutschland nach Informationen suchten, um ihre Erfahrungen im Umgang mit der Radioaktivität von Nagasaki 1945 wieder zu entdecken… Miso-Sojapaste, Meeresalgen und Umeboshi und Reis u.a. …eine bestimmte Ernährungsweise half damals, die Radioaktivität gesund zu überleben. Mittel, die auch bei in Europa und USA lebenden Naturkostanhängern nach dem Super-Gau von Tschernobyl 1986 gefragt waren. Eine ähnliche Verhaltensweise bei den „westlichen“ Naturkostkäufern ereignete sich auch direkt nachdem die Lage in Fukushima bekannt geworden war: die Vorräte an japanischen(Naturkost)-Misos und Algen waren in Kürze in Europa und den USA ausverkauft. Zweierlei Sorgen trieben dieses Verhalten an: zum Einen wußte man nicht, wie schlimm es noch komme mit Fukushima, ob es auch eine Bedrohung für die übrige Welt werde usw., und zum Zweiten sorgte man sich, ob die hochwertigen japanischen Lebensmittel in Zukunft noch zum Verzehr zur Verfügung ständen.… Viele Schreckenszenarien waren denkbar. Mittlerweile haben sich diese Sorgen beruhigt, man erkennt, dass keine Bedrohung für die Welt entstand und auch die Nahrungsmittel aus Japan sind derzeit weiter ohne radioaktive Belastung erhältlich. Die durch die Makrobiotik bekanntgewordenen Exportprodukte aus Japan nach Europa stammen nicht notwendigerweise nur aus einer Region, sondern aus ganz Japan, im 80-200-km Umkreis vom AKW Fukushima sind nur 2 Hersteller zu finden. Es handelt sich um einen Miso-und Shoyuhersteller (Johsen-Shoyu) in Sendai (ca. 80 km entfernt) sowie den Onozaki-Miso- Hersteller in der Yaita-city Tochigi Prefektur (ca. 170km-Entfernung), beide vom Exporteur Mitoku (in Deutschland durch Arche Naturkost importiert). Der belgische Importeur LIMA sieht Kontrollbedarf bei seinem Wakame-Seetang, der aus der Sanriku-Prefektur stammt, die ca. 110 km entfernt liegt, bzw. dessen Gerstenmiso-Suppe, die aus Sendai stammt (80 km Entfernung). Der französische Importeur Celnat hat lediglich einen Produzenten von 100%-Soba in 200 km Entfernung. Der japanische Exporteur Muso, hat Hersteller in 3 Regionen, die zwischen 300 und 400 km von Fukushima entfernt liegen (in Deutschland durch Ruschin-Makrobiotik bzw. Terrasana vertreten). Ansonsten ist die gefährdete Region - auch weiter entfernt - nicht mit Herstellern bestückt, die nach Europa liefern. Viele Produzenten liegen im mittleren oder südlichen Teil Japans, die ersten Einzelnen beginnend ab 300 km, die meisten jedoch über 500- 1200 km entfernt. Bis auf diese wenigen Hersteller liegt die überwiegende Zahl der Fabrikanten weit außerhalb der nach den EU-Richtlinien festgelegten Gefahrenzonen, die kontrolliert werden müssen. Es gibt in Japan etliche Hersteller, die exzellente Produktqualität herstellen, es ist also für die Exporteure auch möglich, den Hersteller bei Bedarf zu wechseln. Desweiteren produzierten die Hersteller meist Vorräte für mehrere Jahre, auf die bei Krisen zurückgegriffen werden kann. Produktions- und Lagerorte sind auch nicht die Gleichen, so dass selbst durch die Tsunami-Zerstörung eines bekannten Misoherstellers in Sendai dessen Miso noch auf Jahre hinaus aus der „Vor-Fukushima-Zeit“ erhältlich sein wird. Auch ist die Produktionslage so, dass längst nicht mehr alles vom geographischen Herstellungsort Japan abhängig ist. Bereits in der Vergangenheit importierten manche japanischen Hersteller für die Miso-Herstellung Sojabohnen, Meersalz und auch Reis, meist aus USA und China, um die speziellen Naturkostqualitäten herstellen zu können. Oder sie ließen selbst z.B. in China Sojabohnen nach biologischen Standards anbauen. Manche Miso-Meister wanderten auch aus, um auf anderen Kontinenten Produktionen aufzubauen. So entstand z.B. die Miso- und Shoyu-Produktion des belgischen Naturkostherstellers LIMA ab den 1960er Jahren in Frankreich. LIMA wurde von dem Makrobiotik-Pionier Pierre Gevaert in den 1950er Jahren gegründet. In der Folgezeit wurden 4 Produktionsstätten in Frankreich unterhalten, die allerdings im Zuge des Verkaufes der Fa. LIMA an andere Inhaber wieder eingestellt wurden. Pierre Gevaerts Sohn Daniel baute mit einem japanischen Miso-Meister eine neue Produktion in den 1980er Jahren auf, die es heute noch gibt, und die zwischenzeitlich große Anerkennung erfahren hat. Die Qualität der produzierten Miso- und Shoyusorten ist durchaus hochwertig und stammt aus Europa, heute meist unter dem Namen Danival bekannt. Die Fa. LIMA importiert nach dem Inhaberwechsel ihr Shoyu und Tamari aus Kalifornien, USA. Von einem Betrieb, der einen japanischen Brau-Meister in der 7. Generation hat. Die Fa. Naturgarten in Österreich importiert z.B. ein Shoyu und Tamari aus China in traditioneller Qualität. Natürlich sind die japanischen Sorten legendär, aber einige europäische und amerikanische können sich inzwischen durchaus damit messen. Neben dem französischen Miso stellt auch Sojvita in Österreich einige gute Misosorten und Sojasoße her, so z.B. auch ein Kichererbsenmiso. Wer die Bestandteile Kichererbsen ungewöhnlich findet, dem sei folgende Geschichte ans Herz gelegt: Die bekannte Makrobiotik-Lehrerin Aveline Kushi besuchte mit ihrem Ehemann Michio Kushi im Jahre 1988 eine makrobiotisch lebende Familie in der damaligen DDR – durch Vermittlung von Hans Schmid vom Makrobiotik in Berlin e.V. Redakteure von DAS GROSSE LEBEN begleiteten sie. Mangels Importmöglichkeiten hatte sich die ostdeutsche Familie selbst ein Linsenmiso hergestellt, welches sie in großen Steinguttöpfen in der Wohnung stehen hatte. Aveline Kushi probierte davon und sagte, es sei eines der besten Misos, dass sie je gegessen habe. Man sieht: aus vielen Hülsenfrüchten ließen sich gute Misos herstellen, es ginge auch ohne Sojabohne. Und es geht auch „hausgemacht“. Auch in Deutschland werden seit 2006 Misos hergestellt. Die Schwarzwald-Misos, sind derzeit noch eher "helle" Misosorten, und zusätzlich mit exotischen Gewürzen gefertigt, bis auf ein Reis-Miso. Die exotischen Misos sind daher wohl eher für Soßen und ähnliches und hauptsächlich in der warmen Jahreszeit geeignet, und sind auch nicht lange haltbar. Das Reis-Miso ist ein mittel- dunkles Miso, wie es sie aus Japan auch gibt, und hat eine leichte mittlere YIN/YANG-Qualität und ist längere Zeit haltbar. Man kann gespannt sein, wie sich dort alles weiterentwickelt. In den USA gibt es bereits seit Jahrzehnten eine sehr gute Miso-, Shoyu- und Tamari-Produktion. Der Hersteller American Miso schaut sogar nach Erweiterungsmöglichkeiten in Europa. Schließlich hat er 30 Jahre Erfahrung hinter sich. Der Produzent South River Miso ist bekannt für seinen bäuerlichen Betrieb mit hochqualitativen Endprodukten. Auch diese Leute haben 25 Jahre Erfahrungen gemacht. Selbst eine Umeboshi-Herstellung wurde in USA realisiert: 1968 pflanzte ein motiviertes japanisches Ehepaar in Kalifornien 450 Ume-Bäume und Shiso-Gras. In USA, Kanada, Irland, Island und Frankreich gibt es des weiteren Algenernten- und Handel, und zwar alle aus Japan bekannten Arten und noch andere, die wir kaum kennen. Es gäbe im Ernstfall also Ausweichmöglichkeiten, die genutzt werden können. Man braucht also um die hochwertigen Makrobiotik-Produkte heute keinen Mangel zu befürchten, die dezentrale Produktionsverteilung auf der Welt wird sich durch diese Ereignisse noch verstärken. Es ist eine Aufgabe des Handels auch dafür zu sorgen, dass in Zukunft nicht einzelne Weltereignisse bestimmte Produkte gefährden können. Natürlich sind auch weiterhin Pioniere gefragt, die solche Produktionen auch in Europa aufbauen möchten. Der Bedarf wird wachsen, es wird Platz für alle da sein. Wenn sich Berufene auf den Weg machen sollten und Informationen und Kontakte zum Produktions-Knowhow suchen, kann unsere Redaktion behilflich sein. Um es noch einmal zu betonen: Die japanische Qualität ist zweifellos einzigartig und wird uns auch nach Fukushima erhalten bleiben, von den Produktionen sind nach bisherigem Kenntnisstand auch nur Einzelne von Zerstörung oder Radioaktivität betroffen. Ein direktes Problem wird die Verseuchung des Meeres um Fukushima sein, was vor allem die Algen im nord-östlichen Merresbereich Japans betreffen wird. Algen werden jedoch auch weit im Süden oder Westen auf der anderen Seite des Meeres der japanischen Inseln geerntet. Für alle Produkte wären natürlich auch europäisch-regionale Produktionen wünschenswert, wie auch dezentrale Produktionen in aller Welt. Denn: Kernkraftunfälle sind überall möglich, heute in Japan, morgen eventuell in USA oder sonstwo auf der Welt. Ausweichmöglichkeiten sind die einzige Vorsorgungssicherheit global gesehen. Wie bereits erwähnt, ist dies für gewisse Hauptprodukte bereits realisiert. Was die Qualität der Japan-Produkte nach Fukushima betrifft, sind etliche Kontrollmöglichkeiten angekündigt worden: Eine Strecke von Mehrfachkontrollen vom Hersteller bis zum Endkunden in der Welt soll für einen hohen Grad an Sicherheit sorgen. Die japanischen Exporteure wissen, dass an die Produkte mit makrobiotischem Hintergrund höchstmögliche Qualitätsanforderungen gestellt werden und wurden - auch schon vor Fukushima. Ihren Export haben sie ja der Makrobiotik-Bewegung überhaupt erst zu verdanken und viele Mitarbeiter davon sind oder waren makrobiotisch orientiert. Deshalb lassen sie die Produkte bzw. die Bestandteile von noch zu fertigenden Produkten, wie Wasser, Sojabohnen und anderes auf Radioaktivität prüfen, die japanische Regierung hat ebenso Exportkontrollen angekündigt, da sie keine Rufschädigung japanischer Produkte wünscht, und außerdem die EU seit April 2011 entsprechende Freigabebescheinungen verlangt, die belegen, dass die Produkte entweder nicht aus der gefährdeten Region stammen oder aber kontrolliert werden müssen, sofern sie aus der Zeit ab 11. März 2011 dort produziert wurden. Die europäischen Behörden führen Importkontrollen durch, deutsche Großhändler haben ebenso eigene Kontrollen angekündigt. Es ist wenig wahrscheinlich, dass durch eine solche Kontrollkette belastete Produkte Zugang zu den Märkten erhalten. Zusätzlich wird auch unsere Redaktion Produkte aus den Geschäften untersuchen lassen und darüber informieren. Im Mitgliedsbereich unserer Internetseite werden wir die Ergebnisse sofort nach Kenntnis veröffentlichen und für die externen Leser von DAS GROSSE LEBEN-Nachrichten in der jeweils nächsten Ausgabe. Seit Mai 2011 sind auch makrobiotische Gruppen aus USA in Japan vor Ort tätig, um sich ein Bild von der Lage zu machen, in erster Linie dient ihr Besuch jedoch der Katastrophenhilfe für die japanischen Kinder, die ihr Heim durch den Tsunami oder die Evakuierung verloren haben. Die Angehörigen der Kushi-Familie in Japan haben die Katastrophe gut überstanden, lediglich eine Cousine von Michio Kushi musste die Evakuierungs-Zone verlassen. Die Hauptexporteure der makrobiotischen Japan-Produkte, in Tokyo und Osaka ansässig, sind ebenso unbeschaded und damit beschäftigt sich auf die neue Situation einzustellen (Infrastrukturprobleme, Behördenformalitäten, Untersuchungen usw.) Kurzum gesagt wird sich die Versorgungslage aus Japan bald wieder normalisieren, Ausweichmöglichkeiten für betroffene einzelne Produkte sind bei Bedarf vorhanden. Bleibt zu hoffen, dass in Deutschland und Europa solche Katastrophen nicht geschehen, aber auch wir sollten solche Möglichkeiten nicht verdrängen (seit Tschernobyl leider geschehen). Was jeden Tag geschehen könnte: Atom-Unfälle in Kraftwerken oder bei Transporten und in Lagerstätten durch Versagen von Technik oder Mensch, oder auch durch Naturkatastrophen, aggressive menschliche Aktionen, oder durch „Kollege Zufall“. Sowohl Tschernobyl als auch Fukushima haben gezeigt.: Wenn, dann kommt der Ernstfall überraschend und plötzlich, man muss also rechtzeitig Vorsorge treffen. Obwohl wir es auch in anderen Artikeln bereits ausführlicher geschildert haben, hier nochmal eine zusammenfassende „Notfallrichtlinie“: Wir sollten uns rechtzeitig kümmern um: • Informationen, was im Ernstfall zu tun ist (Literatur und Infos griffbereit haben, sowohl makrobiotischer Art, wie auch - soweit erhältlich - behördliche Notfallpläne- und Anweisungen, damit man auch weiß, was von dieser Seite auf uns zukommt). Infos über die Erfahrungen der Vergangenheit (KKW-Unfälle und deren Folgen/Maßnahmen, speziell was die Ernährungssituation betrifft. Man sollte z.B. bestimmte Grundbegriffe einzuordnen wissen wie Becquerel und Sievert). • Überlebens-Werkzeuge und Hilfsmittel (Sogenannte Survival-Literatur deckt diese Themen ab). Bitte bedenken, dass Strom und ähnliche Zivilisationserrungenschaften nicht zur Verfügung stehen könnten. • Eine Ausrüstung zur Reisebereitschaft, für den Fall, dass dies plötzlich notwendig würde. Diese muss auch vorher durchgeplant und bereit gehalten werden, im Ernstfall ist das kaum schnell realisierbar. In Tschernobyl hatten die Leute 30 Minuten Zeit, um nach öffentlicher Aufforderung ihr Haus zu verlassen. • Vorräte (z.B. Hatcho/oder Gersten-Miso; Algen, Umeboshi, Getreide, Meersalz, Wasser). Einfache Koch-Utensilien und Zubehör. Sie können zu diesem Thema jederzeit Fragen an uns richten, die wir je nach Relevanz auch öffentlich beantworten werden, damit jeder davon profitieren kann. Bitte folgende email verwenden: Die Redaktion Weiterführende Informationen/Aktualisierungen: Übersichts-Landkarten zur geographischen Herkunft der japanischen Naturkostprodukte haben wir für alle Exporteure im Mitgliedsbereich unserer Internetseite www.das-grosse-leben.de veröffentlicht. Dort können Sie die Lage bzw. Entfernung der Produktionsstätten von und zu Fukushima ersehen. Die Angaben werden nach Erfordernis aktualisiert. In diesem Bereich veröffentlichen wir auch Neuigkeiten zum Thema, wie auch Meßwerte usw. Aktuelle Zwischennachrichten zum Thema veröffentlichen wir je nach Relevanz sowohl im öffentlichen wie auch im Mitgliedsbereich-Bereich der Internetseite www.das-grosse-leben.de Artikel zum Thema Radioaktivität und atomare Bedrohungen (Tschernobyl u.a., Schutz vor Radioaktivität etc.) und wie man sich davor schützen kann. finden Sie ebenso im öffentlichen Bereich unserer Webseite wie auch gesammelt im Makrobiotik- Archiv- Bereich, www.-makrobiotik-archiv.de. Internet-Links: Deutsche-Online-Makrobiotik-Archiv (DOMA) Artikel in der Rubrik "Radioaktivität": (Nachfolgende Themen werden im Laufe des Jahres 2012 aus dem Archiv abrufbar sein) 1) Übersicht Bedrohungen durch Radioaktivität: von 1945 bis heute / Kernkraftunfälle / Atombomben / Lage in Japan und Europa nach Fukushima 3) Tschernobyl 1986 4) Tscheljabinsk 2000 5) Nagasaki 1945 / Tschernobyl-Folgen 2010 6) Japan-Produkte nach Fukushima 7) Milchsaures als Strahlenschutz 8) Wissenschaftl. Studien zu Strahlenschutz durch Miso, Seetang, Milchsaurem. Literatur-Link: © DAS GROSSE LEBEN, 2011 |